Kleine Instrumentenkunde
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Qualität in edlem Stahl Handinstrumente für die Fußpflege müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen. Nur hochwertige Werkstoffe in erstklassiger Verarbeitung und ein durchdachtes Design gewährleisten Sicherheit und Komfort in der Handhabung. Und: Durch eine lange Lebensdauer bei gleichbleibend guten Anwendungseigenschaften wird ein Instrument in der Praxis kostengünstig und wirtschaftlich. Nur Instrumente aus rostfreiem Stahl erfüllen die grundlegenden Anforderungen der Medizinprodukte- Richtlinien und dürfen – im Gegensatz zu vernickelten Instrumenten – uneingeschränkt das CE-Zeichen tragen und sind damit als Medizinprodukt zugelassen. Mit diesen geprüften und zertifizierten Instrumenten kann die medizinische Fußpflege auch allen Ansprüchen im Hinblick auf ihre hygienische Sorgfaltspflicht gerecht werden. Geprüfte Sicherheit Instrumente diese Güte stellt die Firma AESCULAP seit Jahrzehnten für die Chirurgie und andere medizinische Bereiche her. Ihre Fertigung erfordert Genauigkeit bis auf den 100stel Millimeter. Das Know-how und die Erfahrung dieses Herstellers kommen der Fußpflege zugute. Je nach Verwendungszweck der Instrumente werden unterschiedlich härtbare Chromstähle verarbeitet. Nur wenn bestimmte Herstellungs-Voraussetzungen erfüllt wurden und ein Mindestchromgehalt von 12 Prozent in der Stahl-Legierung vorliegt, darf die Bezeichnung „rostfrei“ geführt werden (andere Bezeichnungen: RS-Stahl, NR-Stahl, inox, stainless steel). Bis dahin muß ein Qualitäts-Instrument einen weiten Weg zurücklegen, der von ständigen Qualitätskontrollen begleitet ist. Die Materialprüfung bei AESCULAP setzt strenge Maßstäbe, umfaßt unter anderem Form und Maßgenauigkeit, Oberflächenqualität und chemische Zusammensetzung, Härte, Bruch- und Zugfestigkeit. Die betriebsinternen Normen im Hinblick auf Modelltreue, Funktionalität und Werkstoffqualität sind wesentlich enger gefaßt als die nationalen (DIN) und internationalen (ISO) Normen. Laufende Stichproben, Fertigungs- und Endkontrollen sichern bei AESCULAP den Qualitätsstandard, der für die CE-Zertifizierung erforderlich ist. So ist Qualität zu erkennen – selbst nach längerem Einsatz: ·
Griffe liegen passend und angenehm · Scheren und Zangen gleiten beim Bewegen der Griffe leicht und gleichmäßig auf und zu · Gelenke sind so gefertigt, daß eine Instrumentenhälfte durch die andere durchgesteckt und anschließend nachgeschmiedet ist. · Der Schließbereich erhält so keinen unerwünschten Bewegungsspielraum · Schneiden von Zangen treffen bis zur Spitze exakt aufeinander · Scheren zeigen keine Lücken zwischen den scharfen Schneidflächen · Alle Oberflächen sind glatt und frei von Rost und Verfärbungen – auch Gelenke, Schneid- und Reibungsflächen |
Einblick in die Fertigung Je nach Modell benötigt ein Instrument 50 und mehr
Arbeitsschritte, wobei etwa zwei Drittel der Arbeiten von Hand erledigt
werden. Das Schmieden der Gelenke erfolgt mit Kraftstärken bis zu 100
Tonnen. Es folgen das Ausstanzen, die Wärmebehandlung, Säge- und Fräsarbeiten.
Das Härten bei über 1000°C stellt die gewünschte Festigkeit des
Instrumentes Durch Polieren wird die Oberfläche geebnet und das Passivieren aktiviert schließlich die korrosionsbeständige Chromoxidschutzschicht (Passivschicht). Meist mattiert man die Instrumente, um sie blendfrei zu machen. Die Fachleute in der Fertigung (Werkzeugmechaniker mit Fachrichtung Instrumententechnik und 3,5jähriger Ausbildung) nehmen ein komplexes werkstück wie z. B. eine Zange, etwa 150 bis 180 mal in die Hand, bevor es die Fertigung verläßt.
Die Rost-Freiheit nehm´ ich mir! Bei richtiger Pflege sind die hochwertigen AESCULAP- Instrumente lange haltbar. Gegenüber vernickelten und verchromten Werkstücken haben Edelstahl-Instrumente deutliche Anwendungsvorteile, denn sie sind ja bis zum Kern durch Chromanteile rostgeschützt: · Bei leichten mechanisch verursachten Oberflächenschäden (z. B. nach Herunterfallen) entsteht keine Korrosion · Die Oberflächen bleiben – sachgerecht gepflegt – über Jahre intakt und schön · Rostbildungen an Schneidflächen und Rostnester an Gelenken und Reibungsflächen können dauerhaft vermieden werden · Edelstahl-Instrumente führen in der Regel nicht zu Nickelallergien Wichtig für die Hygiene: Auch bei täglich mehrfachem Einlegen in Reinigungs- und Desinfektionslösungen kommt es bei Edelstahl-Instrumenten nicht zum „Abblättern“ oder zu anderen Veränderungen an der Materialoberfläche. Und: Rostfreier Stahl kann im Gegensatz zu rostbildenden Metallen und Legierungen im Autoklaven sterilisiert werden. Die Instrumente sind dadurch sicher keimfrei und schnell wieder einsetzbar.
"Die Erinnerung an schlechte Qualität währt länger als die kurze Freude am niedrigen Preis!" John Ruskin |
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